Was sind die Steuervorteile des Dienstfahrrad Leasings?

Der Gesetzgeber übertrug im Jahr 2012 das Modell des Dienstwagens auch auf das Dienstfahrrad. Denn es wäre ja ungerecht, autofahrenden Mitarbeitern einen Dienstwagen mit all seinen steuerlichen Vorteilen zu ermöglichen und die Rad fahrenden Kollegen leer ausgehen zu lassen. Und so stellten die obersten Finanzbehörden der Länder mit gleich lautenden Erlassen vom 23. November 2012 (S 2334 BStBl 2012 I S. 1224) Dienstwagen und Dienstfahrrad steuerlich gleich.

 

Dies bedeutet im Überblick

  1. 1 % des Neupreises des Fahrrads werden zwar als geldwerter Vorteil versteuert, aber die Gehaltsumwandlung sorgt für die Steuerersparnis
  2. Das Bruttoeinkommen wird durch Leasingrate und Rundum-Schutz-Leistung gesenkt
  3. Die Einkommenssteuer sinkt
  4. Die Sozialabgaben sinken
  5. Die Entfernungspauschale zum Arbeitsplatz dürfen geltend gemacht werden
  6. Privatfahrten müssen nicht versteuert werden

Was genau ist ein Dienstfahrrad für die Steuer?

Ein Dienstfahrrad ist ein Fahrrad, das der Arbeitgeber least und seinen Mitarbeitern zur privaten Nutzung überlässt. Mitarbeiter müssen nur ein Prozent des Brutto-Listenpreises versteuern und können das Dienstfahrrad dann uneingeschränkt verwenden.

Der Titel "Dienstfahrrad" kann aber irritierend sein, da kaum eines der "Dienstfahrräder" im Dienst benutzt wird. Ein Beispiel: Schon von weitem ist er zu erkennen, der Briefträger Klaus auf seinem leuchtenden Dienstfahrrad. Die großen Taschen vorn und hinten auf dem Gepäckträger immer voll mit Briefen. So strampelt er durch die Siedlung. Wenn alle Briefe verteilt sind, gibt er das Dienstfahrrad wieder in der Zentrale ab und schwingt sich auf sein nagelneues blaues Mountainbike. Das ist auch ein Dienstfahrrad, aber eines, das sein Arbeitgeber geleast und ihm für drei Jahre überlassen hat. Der Briefzusteller bekommt dafür etwas weniger Gehalt. Denn die Leasinggebühr zieht ihm sein Chef vom Bruttoverdienst ab. Für Klaus ist das gut so. Denn so ein tolles Fahrrad hätte er sich sonst nie zugelegt und auch nicht leisten können.

 

Das MTB-Dienstfahrrad nutzt Klaus eigentlich nur für private Touren und für den Weg zur Arbeit. Doch die Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte gelten aus Sicht des Gesetzgebers gar nicht als Dienstfahrt. So gesehen verwendet der Briefträger Klaus das Dienstrad eigentlich nur privat. Ein Dienstfahrrad ohne Dienstfahrten sozusagen. Doch das ist für den Gesetzgeber völlig okay.

Das Steuermodell des Dienstfahrrads

Dienstfahrräder lassen sich seitdem auch oder ausschließlich privat nutzen. Mitarbeiter müssen nur ein Prozent des Brutto-Listenpreises versteuern und können das Dienstfahrrad dann uneingeschränkt privat verwenden. Das ist der sogenannte "geldwerte Vorteil", wie der Gesetzgeber ihn bezeichnet. Auch wird das Bruttoeinkommen um die Leasingrate und den Rundum-Schutz Betrag gesenkt, sodass weniger Einkommen versteuert werden muss. Es ist möglich, zwei oder mehr Dienstfahrräder zu fahren sowie zusätzlich einen Dienstwagen. Da sind dem Arbeitnehmer kaum Grenzen gesetzt.

Das Dienstfahrrad Leasing hat viele Vorteile

Der Clou: Es lassen sich nicht nur Steuern sparen, sondern das Dienstfahrrad ist über drei Jahre in kleinen Monatsbeträgen zu finanzieren. Und die werden ja auch noch automatisch vom Gehalt abgezogen. Recht einfach alles. Und das macht die Dienstfahrradgeschichte so interessant. So sehr sogar, dass mancher Mitarbeiter von selbst auf seinen Chef zugeht und ihn bittet, an einem Dienstfahrrad-Leasing teilzunehmen, wie es lease-a-bike anbietet.

Was am Dienstfahrrad zusätzlich interessant ist: Während Fahrten mit dem Dienstwagen von und zum Arbeitsplatz zusätzlich besteuert werden müssen, sind Dienstfahrräder davon ausgenommen. Außerdem lassen sich die Fahrten zur Arbeit als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Für jeden Kilometer der einfachen Strecke mit dem Dienstfahrrad können 30 Cent geltend gemacht werden. Da kommt schon ein erquicklicher Betrag zusammen. Und das ohne regelmäßige Kosten für Benzin oder Wartungsarbeiten.

Dienstfahrräder boomen

Ob der Gesetzgeber im Jahr 2012 ahnte, was für eine Welle er mit der neuen Regelung für das Dienstfahrrad auslösen würde? Über 250.000 Dienstfahrräder sind auf deutschen Straßen und Radwegen unterwegs, Tendenz steigend.

Das Dienstfahrrad, das ja im seltensten Fall tatsächlich im Dienst benutzt wird, sorgte für einen Boom, der noch lange anhalten wird. Denn sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber erkennen die ungeheuren Vorteile, die das Dienstfahrrad bietet.

Ähnlich wie Klaus erhalten viele Arbeitnehmer mit der Dienstfahrrad-Regelung erstmalig die Chance, ihr langersehntes Traumrad fahren zu können. Ohne die Dienstfahrrad-Möglichkeit wäre der Wunsch, ein Qualitätsrad, das seinen Preis hat, zu fahren, oft nicht erfüllbar.

Effektives Fitnessgerät: das Dienstfahrrad

Arbeitnehmer finden das Dienstfahrrad in vielfacher Hinsicht attraktiv. Es sind nicht nur die Kostengründe: Ein Dienstfahrrad ist auch eines der effektivsten Fitnessgeräte - und das noch in der freien Natur, wo Bewegung einfach am meisten Spaß macht sowie am gesündesten ist. Dass Menschen mit dem Dienstfahrrad zudem oft schneller bei der Arbeit sind als ihre motorisierten Kollegen, muss nicht gesondert erwähnt werden. Sie freuen sich über die Zeit, die sie morgens länger im Bett verbringen dürfen. Und sie kommen auch noch entspannter, ausgeruhter und frischer am Arbeitsplatz an. Gut durchblutet, voller Tatendrang.

Arbeitgeber stellen sich immer mehr auf Dienstfahrräder ein

Immer mehr Firmen sorgen dafür, dass Dienstfahrrad-Mitarbeiter eine entsprechende Ausstattung am Arbeitsplatz vorfinden: Einstellplätze, E-Bike-Ladestationen, abschließbare Spinde und Umkleidekabinen, um sich frisch zu machen.

Und wenn das Dienstfahrrad schon auf der Arbeit ist, dann gibt es für die Teilnahme an der firmeneigenen Fahrrad-Betriebssportgruppe oder an Rennen mit dem Firmenteam keine Ausrede mehr. Das schweißt zusammen und sorgt für ein wichtiges Gemeinschaftsgefühl. Teambuilding nennen das einige. Gerade für neue Kollegen ist das unersetzlich. Nun wird klar, warum die Dienstfahrradwelle nicht mehr aufzuhalten ist. Sie schwappt weiter.

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