E-Trekkingbike erklärt
- Home->
- Magazin->
- Rund ums Fahrrad->
- E-Trekkingbike erklärt
Was ist ein E-Trekkingbike? Alles zu Ausstattung, Reichweite, Kosten und Unterschieden zu City- und SUV E-Bike erklärt dieser Artikel – plus Tipps zum Dienstrad-Leasing.
Das Wichtigste im Überblick.
Das Trekkingrad ist mit 31,3 Prozent die größte Modellgruppe im deutschen Fahrradmarkt, bei den E-Bikes liegt es mit 24 Prozent auf Platz zwei.
Ein E-Trekkingbike verbindet eine tourentaugliche Sitzposition mit vollständiger StVZO-Ausstattung und einem auf Effizienz ausgelegten Fahrwerk.
Typische Eckdaten sind 50 bis 85 Nm Drehmoment, Akkus von 500 bis 750 Wh, Reifenbreiten von 40 bis 55 Millimetern und ein Gewicht von 22 bis 28 Kilogramm.
Realistische Reichweiten liegen zwischen 60 und 140 Kilometern – abhängig von Profil, Zuladung, Temperatur und Unterstützungsstufe.
Nabenschaltung und Riemenantrieb senken den Wartungsaufwand, Kettenschaltungen bieten eine größere Übersetzungsbandbreite am Berg.
Über das Dienstrad-Leasing mit Gehaltsumwandlung fällt ein Trekking E-Bike bis zu 40 Prozent günstiger aus als beim Direktkauf.
Das E-Trekkingbike ist der stille Marktführer unter den Fahrrädern in Deutschland – unauffälliger als das E-Mountainbike, vielseitiger als das Citybike und seit Jahren die erste Wahl für Pendelwege und Touren. Wie zentral die Kategorie ist, zeigen die Marktdaten der Fahrradwirtschaft 2025 des Branchenverbandes ZIV – Die Fahrradindustrie: Rechnet man Fahrräder und E-Bikes zusammen, ist das Trekkingrad mit 31,3 Prozent die mit Abstand größte Modellgruppe – vor dem Mountainbike mit 21,4 Prozent und dem Cityrad mit 16,6 Prozent. Im E-Bike-Segment entfielen in der Saison 2025 24 Prozent aller Verkäufe auf E-Trekkingräder. Das entspricht rund 468.000 Fahrzeugen bei einem Gesamtabsatz von etwa zwei Millionen E-Bikes. Nur E-Mountainbikes lagen mit 38 Prozent darüber.
Aber warum ist das Trekkingbike so beliebt? Was genau macht ein E-Trekkingbike überhaupt aus? Und wo liegt die Grenze zum City- und zum SUV E-Bike? Im folgenden Überblick zeigen wir die technischen Merkmale, die relevanten Ausstattungsentscheidungen, die typischen Einsatzbereiche und die Konditionen beim Dienstrad-Leasing.
Was ist ein Trekking E-Bike?
Ein E-Trekkingbike ist ein elektrisch unterstütztes Fahrrad für Alltag und Tour, das auf Effizienz, Komfort und Wetterfestigkeit ausgelegt ist. Charakteristisch sind eine leicht nach vorn geneigte, aber weitgehend aufgerichtete Sitzposition. Dazu kommen 28-Zoll-Laufräder, relativ schmale und leicht rollende Reifen sowie eine vollständige Ausstattung nach StVZO. Der Antrieb unterstützt bis 25 km/h bei maximal 250 Watt Nenndauerleistung – rechtlich handelt es sich damit nach § 1 Abs. 3 StVG um ein Fahrrad, nicht um ein Kraftfahrzeug.
Der Unterschied zum E-Citybike liegt in der Auslegung auf längere Distanzen. Das Trekking E-Bike bietet mehr Sitzdruckentlastung durch die gestreckte Position, eine größere Übersetzungsbandbreite, stabilere Laufräder und höhere Zuladungsreserven für Packtaschen. Der Unterschied zum E-Mountainbike liegt in der Priorität – das Trekkingrad optimiert Rollwiderstand und Energieeffizienz und nicht die Geländefähigkeit.
Gut zu wissen: Die meisten Hersteller bieten die Kategorie in zwei Rahmenvarianten an: als Diamant- oder Trapezrahmen mit Oberrohr sowie als Wave- oder Tiefeinsteiger-Variante mit einem stark abfallenden Oberrohr. Die zweite Variante erleichtert das Auf- und Absteigen erheblich, was bei einem Radgewicht von rund 25 Kilogramm im Stadtverkehr ein sicherheitsrelevanter Punkt ist.
Die typischen Merkmale von einem Trekking E-Bike sind:
Mittelmotor mit moderatem Drehmoment: 50 bis 85 Nm reichen für Pendelwege, Gepäck und übliche Steigungen aus und verbrauchen weniger Energie als ein MTB-Antrieb.
Akku zwischen 500 und 800 Wh: meist im Unterrohr integriert, teils abnehmbar zum Laden in der Wohnung.
Leicht rollende Reifen: 40 bis 55 Millimeter Breite mit flachem Profil und Pannenschutzeinlage liefern gute Allround-Eigenschaften.
Federgabel mit 50 bis 80 Millimetern Federweg: genug für Kopfsteinpflaster und Wirtschaftswege, leichter als eine MTB-Gabel. Sportliche Varianten kommen auch mit Starrgabel.
Vollständige StVZO-Ausstattung: Lichtanlage mit Standlicht, Schutzbleche, Kettenschutz, Gepäckträger, Ständer, Klingel und Reflektoren.
Gepäckträger mit Systemhalterung: MIK- oder Racktime-Standards erlauben werkzeugloses Wechseln von Taschen, Körben und Kindersitzen.
Hydraulische Scheibenbremsen: Sie sind in der Kategorie Standard.
E-Trekkingbike, City-E-Bike oder SUV E-Bike: Das sind die Unterschiede.
Die drei Alltagskategorien unterscheiden sich weniger im Motor als in der Sitzposition, den Reifen und der Auslegung des Fahrwerks. Vereinfacht gesagt: Das E-Citybike optimiert kurze Wege und Übersichtlichkeit, das E-Trekkingbike mittlere bis lange Distanzen auf befestigten Wegen und das SUV E-Bike wechselnde Untergründe. Die folgende Übersicht macht die Abgrenzung konkret.
E-Trekkingbike
Sitzposition: leicht nach vorn geneigt, tourentauglich
Reifenbreite: 40–55 mm, leicht rollend
Federung: 50–80 mm vorn, teils Starrgabel
Drehmoment: 50–85 Nm
Gewicht: 22–28 kg
Reichweite: 60–140 km
Einsatzgebiet: Pendeln, Tagestouren, Radreisen
Stärke: Effizienz auf Distanz
Preis: ca. 2.500–6.000 €
E-Citybike
Sitzposition: aufrecht, stadtorientiert
Reifenbreite: 42–55 mm, komfortorientiert
Federung: 40–63 mm oder Starrgabel
Drehmoment: 40–75 Nm
Gewicht: 22–30 kg
Reichweite: 40–90 km
Einsatzgebiet: Stadtwege, Einkauf, kurze Strecken
Stärke: Handling und Einstieg
Preis: ca. 2.000–5.000 €
SUV E-Bike
Sitzposition: gemäßigt sportlich, aufgerichtet
Reifenbreite: 2,2–2,6” mit Stollenprofil
Federung: 100–150 mm, Hardtail oder Fully
Drehmoment: 75–100 Nm
Gewicht: 24–30 kg
Reichweite: 50–110 km
Einsatzgebiet: Straße, Schotter, Waldweg
Stärke: Reserven auf wechselndem Belag
Preis: ca. 3.500–8.000 €
Gut zu wissen: Die Grenzen zwischen den Kategorien sind fließend und viele Hersteller besetzen die Zwischenräume mit eigenen Bezeichnungen wie Cross-, Urban- oder Tourenbike. Für die Entscheidung hilft eine einfache Faustregel: Liegt die typische Einzelstrecke unter zehn Kilometern und führt überwiegend durch die Stadt, reicht ein City E-Bike. Liegt sie zwischen zehn und dreißig Kilometern auf Radwegen, Straßen und befestigten Wirtschaftswegen, ist das E-Trekkingbike die effizienteste Wahl. Wechselt der Untergrund regelmäßig auf Schotter und Waldboden, lohnt der Blick auf ein SUV E-Bike.

Für wen lohnt sich ein E-Trekkingbike?
Die Kategorie ist bewusst breit angelegt, was sie für unterschiedliche Wege interessant macht:
Pendelweg zwischen 5 und 30 Kilometern: Die effiziente Auslegung spielt hier ihre Stärke aus, ohne dass Komfort oder Alltagstauglichkeit leiden.
Multimodales Pendeln: Für die Kombination mit Bahn oder Bus zählen Robustheit, gute Beleuchtung und ein zuverlässiges Schließsystem.
Einkauf und Erledigungen: Systemgepäckträger, hohe Zuladung und stabile Laufräder machen Wocheneinkäufe möglich.
Tagestouren am Wochenende: 60 bis 140 Kilometer Reichweite decken die meisten Ausflüge ab, auch mit Höhenmetern.
Radreisen mit Gepäck: Mit Front- und Hecktaschen sowie einem Zweitakku eignet sich ein E-Trekkingbike für mehrtägige Touren.
Wiedereinstieg nach längerer Radpause: Die Motorunterstützung nimmt den Druck aus Anstiegen und Gegenwind, die aufrechte Sitzposition ist rückenfreundlich.
Weniger passend ist die Kategorie, wenn die Wege regelmäßig über Schotter, Wurzeln und Waldboden führen – dort fehlt es an Reifenvolumen und Federweg. Auch für sportliches Fahren abseits befestigter Wege oder für sehr kurze Stadtwege mit vielen Stopps gibt es passendere Radtypen.
Ausstattung, die im Alltag den Unterschied macht.
Bei einem Rad, das überwiegend gefahren und nicht gepflegt wird, entscheidet die Ausstattung über den Wartungsaufwand. Folgende Eigenschaften sind beim E-Trekkingbike dabei besonders wichtig:
Antrieb
Entweder mit Nabenschaltung mit Riemenantrieb (wartungsarm, sauber und langlebig) oder Kettenschaltung (leichter, effizienter und mit größerer Bandbreite, was an längeren Anstiegen und mit Gepäck zählt)
Gepäckträgersystem
Achten Sie auf eine Systemhalterung nach MIK- oder Racktime-Standard sowie auf die zulässige Zuladung, die üblicherweise zwischen 18 und 27 Kilogramm liegt.
Kindersitz-Freigabe
Nicht jeder Gepäckträger ist für Kindersitze zugelassen. Die Freigabe steht in der Bedienungsanleitung und ist bindend.
Reifen mit Pannenschutz
Ein Reifen mit verstärkter Einlage kostet wenige hundert Gramm Rollwiderstand, erspart aber Reparaturen am Straßenrand – bei 25 Kilogramm Radgewicht ein relevanter Vorteil.
Beleuchtung
Vorgeschrieben sind mindestens 10 Lux. Für unbeleuchtete Radwege sind 70 bis 100 Lux mit Fernlichtfunktion deutlich angenehmer.
Display und Bedienung
Ein separat am Lenker montiertes, abnehmbares Display ist diebstahlsicherer als ein fest verbautes; integrierte Systeme sind dafür wetterfester.
Motor, Akku und Reichweite beim E-Trekkingbike.
Der Mittelmotor ist in dieser Kategorie Standard. Er sitzt am Tretlager, hält den Schwerpunkt tief und mittig und lässt sich mit Naben- wie Kettenschaltungen kombinieren. Heckmotoren finden sich dagegen in preisgünstigeren Modellen. Sie sind leichter und leiser, verschieben den Schwerpunkt aber nach hinten und erlauben keine Rücktrittbremse in Verbindung mit Nabenschaltungen.
Beim Drehmoment gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Ein kräftiger Antrieb mit 85 Nm zieht am Berg spürbar stärker, verbraucht bei gleicher Unterstützungsstufe aber auch mehr Energie. Für flaches bis leicht welliges Gelände ohne schwere Zuladung sind 50 bis 65 Nm ausreichend und reichweitenschonender. Leichte Systeme mit rund 55 Nm gewinnen in der Kategorie an Bedeutung, weil sie mehrere Kilogramm Gewicht einsparen und ein natürlicheres Fahrgefühl erzeugen.
Wichtig: Die Akkukapazität sollte an der längsten regelmäßig gefahrenen Strecke ausgerichtet werden und nicht an der maximal denkbaren Tour. Ein zusätzlicher Akku bringt je nach Bauart zwei bis drei Kilogramm Mehrgewicht mit.

E-Trekkingbike leasen: Kosten, Laufzeit und Steuervorteil.
Ein gut ausgestattetes E-Trekkingbike liegt preislich zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Über das Dienstrad-Leasing verschiebt sich diese Summe von einer Einmalinvestition zu einer festen monatlichen Rate. Der Mechanismus ist die Gehaltsumwandlung: Der Arbeitgeber schließt den Leasingvertrag, die Rate wird vom Bruttogehalt abgezogen. Dadurch sinken Lohnsteuer und Sozialabgaben – je nach Einkommen und Steuerklasse fällt das Leasing bis zu 40 Prozent günstiger aus als der Direktkauf.
Gut zu wissen: Über Lease a Bike leasen Sie Ihr E-Trekkingbike mit freier Modellwahl. Marke, Rahmenform, Akkugröße und Schaltungskonzept bestimmen Sie selbst. Beraten und montiert wird im Fachgeschäft Ihrer Wahl innerhalb des Händlerpartnernetzes in Deutschland. Der Rundum-Schutz enthält ein Inspektions- und Verschleißbudget, das Wartung sowie den Ersatz von Bremsbelägen, Kette, Reifen und weiteren Verschleißteilen abdeckt – Posten, die bei einem täglich genutzten Pendelrad regelmäßig anfallen. Ergänzend greift der Schutz bei Diebstahl und Beschädigung. Ebenfalls wichtig: Die europaweite Mobilitätsgarantie mit 24/7-Pannenhilfe gilt auch auf Radreisen im Ausland.
Fazit: Das Trekking E-Bike als naheliegende Wahl für den Alltag.
Die tourentaugliche Sitzposition, eine alltagstaugliche Ausstattung, eine ausreichende Reichweite und die Möglichkeit, Gepäck zu transportieren, machen das Trekking E-Bike also zu einem Rad, das sehr unterschiedliche Anforderungen abdeckt. Damit schließt sich auch der Kreis zur Frage vom Anfang: Warum ist ausgerechnet das Trekkingbike so erfolgreich? Die Antwort ist simpel: Weil es für viele Menschen genau den Mittelweg bietet, den sie im Alltag suchen – komfortabler und langstreckentauglicher als ein klassisches Citybike, aber weniger spezialisiert als ein E-Mountainbike oder SUV E-Bike. Diese Ausgewogenheit macht das Trekking E-Bike zu einer naheliegenden Wahl für alle, die möglichst viele Wege mit einem Rad abdecken möchten.
