Sicher Radfahren: Was die DEKRA-Studie 2025 zeigt

Wie sicher fühlen Sie sich, wenn Sie morgens aufs Rad steigen und sich in den Berufsverkehr einreihen? Für viele Pendelnde lautet die Antwort: nicht sicher genug. Die aktuelle Fahrradstudie 2025 von DEKRA und Ipsos bestätigt, dass das Sicherheitsgefühl auf dem Rad in Deutschland nach wie vor angespannt ist – trotz der wachsenden Beliebtheit von E-Bikes und Pedelecs. In diesem Artikel zeigen wir, was die Studie konkret offenlegt, welche Risiken sich aus den aktuellen Unfallzahlen ableiten und mit welchen Maßnahmen Sie Ihre persönliche Sicherheit beim Radfahren spürbar verbessern.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • 39 Prozent der Radfahrenden fühlen sich im Stadtverkehr unsicher oder sehr unsicher (DEKRA-Studie 2025).

  • 35 Prozent der Befragten besitzen keinen Fahrradhelm – die Schutzfunktion wird vielfach unterschätzt.

  • 195 von 445 tödlich verunglückten Radfahrenden im Jahr 2024 waren laut Statistischem Bundesamt mit einem Pedelec unterwegs.

  • 68 Prozent bringen ihr Fahrrad nicht regelmäßig in den Service.

  • Defensive Fahrweise, gute Sichtbarkeit und ein passender, nicht zu alter Helm reduzieren das Unfallrisiko deutlich.

  • Servicepakete wie der Lease-a-Bike Rundum-Schutz nehmen Radfahrenden Wartung und Pannenrisiko ab.

 
Mann mit Helm und hellem Hemd steht mit E-Bike auf Radweg in der Natur bei Sonnenschein

Für die Fahrradstudie 2025 hat das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Expertenorganisation DEKRA im September 2025 deutschlandweit 1.000 Fahrradbesitzer*innen befragt. Im Mittelpunkt standen das Sicherheitsempfinden, die Helmnutzung, das Serviceverhalten und die Erwartungen an den Fachhandel. Die Ergebnisse zeichnen ein nüchternes Bild: Während Fahrräder und E-Bikes immer wichtiger für die Alltagsmobilität werden, hält die Verkehrssicherheit damit nicht überall Schritt.


Auch die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts unterstreicht das: Laut dieser verunglückten im Jahr 2024 in Deutschland 445 Radfahrende tödlich – nahezu unverändert gegenüber 2023. Bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb dieser Gruppe: 195 der Getöteten – also 43,8 Prozent – nutzten ein Pedelec. Zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil bei 9,8 Prozent. Wer im Straßenverkehr Rad fährt, sollte daher wissen, woran es hakt – und wo persönliches Verhalten den Unterschied macht.

Sicher Fahrrad fahren: Wo Radfahrende Lücken sehen

Die DEKRA-Studie 2025 zeigt: 39 Prozent der Befragten fühlen sich im Stadtverkehr unsicher oder sehr unsicher. Auf Landstraßen liegt der Anteil bei 33 Prozent. Im Vergleich zu den Studien aus den Jahren 2023 und 2024 ist kein klarer Trend nach oben erkennbar – das subjektive Sicherheitsgefühl stagniert. 13 Prozent fühlen sich in der Stadt sehr sicher, weitere 45 Prozent sicher.


„Eine Mehrheit ist also zwar mit einem ordentlichen Sicherheitsgefühl unterwegs. Dass sich aber so viele immer noch unsicher fühlen, ist kein gutes Zeichen“, sagt Peter Rücker, Leiter der DEKRA Unfallforschung, in einer Pressemitteilung, die im Rahmen der Bekanntgabe der Daten veröffentlicht wurde. Die Befragten sehen die Hauptursache in der Infrastruktur: Mehr und bessere Radwege sowie eine bessere Trennung vom motorisierten Verkehr stehen ganz oben auf der Wunschliste für ein besseres Sicherheitsgefühl.

Frau in Sommerkleidung und mit Helm fährt mit E-Bike durch Stadt, kleine Tasche hängt am Lenker
 

Pedelec-Boom

Mehr Reichweite, höhere Geschwindigkeit, größeres Risiko

Pedelecs prägen den deutschen Fahrradmarkt – und auch die Unfallstatistik. 67 Prozent derjenigen, die laut DEKRA-Studie in den kommenden zwölf Monaten ein neues Rad anschaffen wollen, planen den Kauf eines Pedelecs. Der Durchschnittspreis der Räder im Bestand liegt bei 1.428 Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber 1.390 Euro im Jahr 2024 und 1.153 Euro im Jahr 2023.


Mit der wachsenden Verbreitung der elektrischen Tretunterstützung steigt auch das Tempo im Alltagsverkehr. „Bei der Nutzung von Pedelecs ist die Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt höher als auf Fahrrädern ohne Tretunterstützung, womit auch das Unfallrisiko zunimmt“, so Peter Rücker. Höhere Geschwindigkeiten bedeuten längere Bremswege, geringere Reaktionszeit und in vielen Fällen schwerere Unfälle.


Für Pedelec-Fahrende heißt das im Klartext: vorausschauend fahren, Geschwindigkeit dem Verkehrsgeschehen anpassen und in der Stadt wie auf dem Trail konsequent defensiv unterwegs sein. Wer aus dem Auto auf das E-Bike umsteigt, sollte sich der Geschwindigkeitsdynamik im Pedelec-Verkehr bewusst werden – auch unterhalb der 25-km/h-Grenze, bis zu der die Tretunterstützung wirkt.

 

Helm: Schutzfunktion wird unterschätzt

Eines der auffälligsten Ergebnisse der DEKRA-Studie 2025 betrifft den Helm: 35 Prozent der befragten Radfahrer*innen geben an, gar keinen Fahrradhelm zu besitzen. Als Begründung nennen 14 Prozent dieser Gruppe, sie würden wenig Rad fahren oder nur Kurzstrecken zurücklegen. 11 Prozent finden Helme „hässlich“ oder unattraktiv, 10 Prozent unbequem. Weitere 32 Prozent sagen schlicht, sie bräuchten keinen.


Auch wer einen Helm besitzt, trägt ihn nicht zwangsläufig: 56 Prozent der Helmbesitzer*innen setzen ihn nach eigenen Angaben immer auf, 30 Prozent eher häufig. 11 Prozent tragen ihn selten, 3 Prozent nie. Besonders auffällig: Auf Kurzstrecken und in der Natur bleibt der Helm öfter zu Hause als auf der Landstraße – obwohl Stürze dort genauso passieren können.

Mann setzt gerade Helm und steht neben Lastenrad, Kindern sitzen vorne drin, ein Kind schaut Mann lachend über die Schulter an
zwei Männer auf E-Bikes fahren lachend Berg hoch, im Hintergrund Stadt im abendlichen Sonnenschein

Service nicht vernachlässigen: Warum Wartung Sicherheit ist

Ein technisch einwandfreies Rad ist die Basis für sicheres Fahren. Doch genau hier zeigt die DEKRA-Studie 2025 einen kritischen Trend: 68 Prozent der Befragten bringen ihr Fahrrad nicht regelmäßig zum Service – im Vorjahr waren es noch 62 Prozent. Nur 37 Prozent steuern wiederkehrend einen bevorzugten Fachbetrieb an, 63 Prozent haben keine Stammwerkstatt.


Unter denjenigen, die auf den professionellen Service verzichten, sagen 38 Prozent, sie würden Reparatur und Wartung selbst übernehmen. 23 Prozent sehen keinen Bedarf, 12 Prozent finden den Service zu teuer. „Der Trend geht weiterhin zum Pedelec mit elektrischer Tretunterstützung – damit nimmt nicht nur die Durchschnittsgeschwindigkeit zu, sondern auch die technische Komplexität des Fahrzeugs“, warnt Peter Rücker. Bremsanlagen, Akkusysteme und Antriebselektronik gehören in fachkundige Hände.


Gleichzeitig erwarten die Befragten konkrete Leistungen vom Fachhandel: 41 Prozent wünschen sich professionelle Beratung im Schadenfall, 31 Prozent E-Bike-Kompetenz und Online-Terminbuchung, 26 Prozent Ersatzmobilität während der Reparatur. 27 Prozent erwarten zudem die komplette Schadenabwicklung durch den Fachbetrieb – nur 17 Prozent geben an, dass ihr*e Stamm-Händler*in dies bereits anbietet.

 

Lease a Bike Rundum-Schutz

Wartung, Pannenhilfe und Mobilitätsgarantie aus einer Hand

Genau hier setzt der Rundum-Schutz von Lease a Bike an. Das Servicepaket lässt sich individuell konfigurieren – Nutzerinnen und Nutzer wählen jeweils eine Option für Diebstahl- und Schadenschutz, Inspektion und Verschleiß. Die kostenlose europaweite Mobilitätsgarantie inklusive 24/7-Pannenhilfe ist dabei immer enthalten und sorgt dafür, dass Sie auch unterwegs nicht im Regen stehen. So bleibt Ihr Dienstrad jederzeit verkehrssicher und einsatzbereit – ohne dass Sie sich um Werkstatttermine, Verschleißkosten oder Schadensabwicklung kümmern müssen. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite zum Rundum-Schutz von Lease a Bike.

 

Fazit: Sicherheit beginnt bei Ihnen

Die DEKRA-Studie 2025 zeigt: Beim Sicherheitsgefühl auf dem Rad ist in Deutschland viel Luft nach oben. Wer auf bessere Radwege wartet, verliert wertvolle Zeit – denn vieles haben Sie selbst in der Hand. Eine defensive Fahrweise, gute Sichtbarkeit, ein passender und nicht zu alter Helm sowie regelmäßige Wartung sind die wirksamsten Hebel, um Risiken im Alltag zu senken.


Gerade Pedelec-Fahrende sollten sich der höheren Durchschnittsgeschwindigkeit bewusst sein und Tempo wie Bremswege realistisch einschätzen. Mit einem zuverlässigen Servicepaket – etwa dem Rundum-Schutz von Lease a Bike – nehmen Sie sich zudem die Sorge um Wartung und Pannen ab. So wird sicheres Radfahren nicht zur Glücksfrage, sondern zur planbaren Routine.